Psychotherapie Chur bei Depressionen

Einsamkeit – das bedrückende Alleinsein

Psychologie und Gesellschaft – Interview mit Reto Mischol

Psychotherapie

Therapeutische Beziehung und Resonanz

Mann mit Zwangsstörungen

Corona und unsere seelische Fitness

Das Thema ist allgegenwärtig und in den Medien finden sich auch mehr und mehr Berichte und auch wissenschaftliche Studien zum aktuellen Phänomen der Corona-Müdigkeit, des Genug-Habens, einem generellen Gefühl von Erschöpfung und auch psychosomatischer Beschwerden.

Ich sage in Therapien immer wieder, dass wir nicht unterschätzen dürfen was die doch schon fast ein Jahr dauernde Pandemie mit ihren Einschränkungen mit uns macht. Doch was ist es was uns abgeht, was und träge macht?

Es sind kaum die fehlenden Angebote von Kultur, Freizeit, Bildung und Vergnügen. Ja, das macht es vielleicht etwas langweiliger und die Decke fällt uns langsam aber sicher auf den Kopf, wenn wir unser zu Hause nicht verlassen dürfen. Auch existenzielle Nöte und Ängste schlagen aufs Gemüt.

Doch da muss noch mehr sein, vermutlich Subtileres, das nicht so augenscheinlich ist und doch seine mächtige Wirkung entfalten kann. Die Psychologie beschäftigt sich mit solchen Phänomenen und Wirkmechanismen und die Psychotherapie ist das Fach, das sich dann in schwierigen Situationen anbietet, um zu klären und zu erleichtern.

Der folgende Artikel von Zeit Online widmet sich in groben Zügen diesem Thema und setzt einige Eckpunkte denen weiter gefolgt werden kann. So z.B. die Aussage des deutschen Soziologen Hartmut Rosa, der von einem ‚Corona-Mehltau‘ spricht, der auf unserer Gesellschaft liege. Eine „gegenseitige Abwesenheit“ erschöpfe uns und eine „klare Idee sozialer Energie“ fehle uns.

Zudem wird ein interessanter Fokus auf das Fehlen des „zufälligen Blickes“ gelenkt. Das was nicht bewusst und aktiv in sozialen Situationen wahrgenommen und erlebt wird fehlt.

Mehr zum Nachlesen finden Sie hier: https://www.zeit.de/2021/04/kraft-corona-krise-erschoepfung-psychologie-pandemie

Zukunftsforschung und Gehirn

Der Zukunftsforscher und Autor Matthias Horx macht in seinen Ausführungen eine gelungene Verknüpfung zwischen Neuropsychologie und dem was uns Menschen auf unserem individuellen und gesellschaftlichen Weg herausfordert.

Auszug: „Sie haben das komplexeste Gebilde des Universums in ihrem Kopf.
Aufgefaltet in Millionen von Jahren Evolution hat sich das humane Hirn zur komplexesten Struktur des Universums entwickelt – so ausgedehnt wie ganze Galaxien-Cluster. Das Hirn mit seinen rund 100 Milliarden Neuronen und zwanzig Mal so vielen Synapsen ist das System mit den meisten Freiheitsgraden. Sozusagen eine neuronale Hypermaschine.

Es kann 10 hoch 28 Vernetzungszustände annehmen, das sind mehr als Moleküle im ganzen Universum vorkommen.“

All diese Komplexität dient vor allem einem Zweck: Ihr Hirn ist ein Vorhersage-Apparat.

Daraus resultiert auch folgerichtig das Zitat von Anaïs Nin: Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie, wie WIR sind.

Gleichzeitig vermittelt diese Betrachtung einen etwas eingeschränkten Fokus und die Erweiterung um den Aspekt Bewusstsein, wie z.B. Ken Wilber ihn postuliert, wäre wünschenswert.

Der Mensch ist nicht nur ein zufälliges Produkt von wissenschaftlich untersuchbaren und kosmischen Gesetzmässigkeiten. Vielmehr darf die Entwicklung der Menschheit und des menschlichen Bewusstseins nicht ausser acht gelassen werden. Insbesondere aktuelle Fragestellungen für die Zukunft unseres Lebensraumes erfordern Denkansätze welche grössere Zusammenhänge ins Zentrum rücken. Wir brauchen Visionen für unsere Zukunft und diese können nur aus einem tieferen Verständnis und aus dem Wissen um eine übergeordnete Verantwortung resultieren. Dazu ist ein Bewusstsein nötig, das über einen rein mathematischen und selbstbezogenen Fokus hinaus reicht.

Mehr zum Neurofuturismus auf: https://www.horx.com/zukunftsforschung/neurofuturismus/