Das Was, Wie und Warum der Liebe

 

Der wahre Grund der Liebe liegt im Herzen und nicht im Wort, er zeigt sich in seiner Grösse meist unverhofft und mit enormer Kraft als ein Geschenk des Momentes im zeitlichen Kontinuum.

 

John Williams schrieb in seinem wunderbaren Roman über das leben und die Wirrungen der Liebe bei ‚Stoner‘: „Nun begann er zu begreifen, dass die Liebe weder Gnade noch Illusion war; vielmehr hielt er sie für einen Akt der Menschwerdung, einen Zustand, den wir erschaffen und dem wir uns anpassen von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick durch Willenskraft, Klugheit und Herzensgüte.“ Damit benennt er wohl einen nicht alltaglichen Zugang zum Begriff der Liebe und lenkt den Fokus darauf was das Bemühen und auch die Dankbarkeit betrifft in Liebesbeziehungen zu leben und sich nicht ’nur‘ den intensiven und überwältigenden Moment des Verliebtseins hinzugeben.

Liebe

Liebe zeigt sich in allen Lebensbereichen und in allen möglichen Beziehungen zu Menschen, ja auch zum Universum selbst mit all seinen Dingen, die ihm ‚lieb‘ sind. Das unterliegt der ganz eigenen Individualität und dem Erleben des Einzelnen auf dem Hintergrund seiner ganz eigenen ‚Geschichte der Liebe‘. Diese ist auch dafür entscheidend, was er oder sie darunter versteht und auch wie sie gefühlt wird, welches Vertrauen darin möglich ist und welche Ängste auch damit verbunden sein können. Zudem beruht Liebe auf einer Dualität, die Entsprechung findet oder sie auch, meist schmerzlich, vermissen lässt. Und verlässt sie uns, dann bringt sie uns mit den ureigenen Empfindungen und Ängsten in Kontakt, intensiver als wir uns das je vorgestellt haben. Ein Schmerz der oft existenziell verunsichert und tiefe Trauer und Zweifel aufkommen lässt.

Das tiefe sich Einlassen und Versinken in das emotionale Universum der Liebe, mit allem was man hat, bedarf Vertrauen in sich selbst und in seine Liebenswürdigkeit und ebenso so in das auserwählte Gegenüber. Eine Voraussetzung, die meist einzigartig und keinesfalls beliebig ist und die etwas ganz Besonderes und Unaustauschbares darstellt. Diesem Geschenk dankbar gegenüber zu stehen und ihm Sorge zu tragen ist jenes, was ‚Stoner‘ in seinen Gedanken bewegt und er zu erkennen meint. Das was schlussendlich auch Ruhe und Zufriedenheit mit dem Leben, ja Glücklichsein ausmacht.

Die Liebe ist ein kostbares Geschenk, nehmen wir es als solches dankbar an, geniessen es in vollen Zügen und tragen ihm Sorge.

 

Mehr zum Thema Liebe: http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe

 

© psyaspect – Reto Mischol M Sc / Coaching, Paartherapie und Psychotherapie
Chur – Luzern – Zürich