Psychisches Leiden – Depression

Wie erkennt man eine Depression?

Betroffene Menschen sind in ihrer Lebensgestaltung oft stark beeinträchtigt und leiden unter ‚depressiver‘ Verstimmung, Antrieblosigkeit und Lebensüberdruss. Fehlende Energie macht ermüdbar und passiv. Starke Erschöpfung stellt sich schon bei kleinen Anstrengungen ein.

Häufige Signale sind:

  • Erschwerte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Hoffnungslosigkeit und negative Zukunftsperspektiven
  • Suizidgedanken und Suchtmittelmissbrauch
  • Schlafstörungen und Störungen des Tag-Nacht Rhythmus.
Professionelle Interventionen bei Depressionen

Die Diagnose Depression

ICD-10 Info.:
Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die
Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der
leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten „somatischen“ Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.

Aus: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme / 10. Revision, German Modification, Version 2013

Psychotherapie bei Depressionen

Schon bei den ersten Anzeichen einer Depression ist es wichtig, professionelle Hilfe zu suchen. In Form von Psychotherapie und ev. einer begleitenden Psychopharmakotherapie (Medikamente). Wobei die Datenlage (Evidenz) für Psychopharmaka in vielen Studien schlecht ist.

Welche Ursachen für Depression sind bekannt?

Die Bedingungsfaktoren für eine Depression sind komplex und schlussendlich meist nicht zu ergründen. Genetische Veranlagung und psychologische und soziale Faktoren sind meist mitverantwortlich. Tiefgreifende Lebensereignisse / Traumata sind oft in Krankheitsgeschichte zu finden. Auch längeranhaltende Belastungsphasen können zu Überlastung und Depressionen führen. Oft spricht man dann von Burnout und Burnoutsymptomen. Die Unterscheidung zwischen Depression und Trauerreaktionen ist zu beachten. Nicht jedes Traurigsein ist eine depressive Erkrankung.

Wie kann eine Depression behandelt werden?

Eine geeignete fachgerechte Behandlung ist für die meisten Menschen hilfreich. Unbehandelt können langwierige Krankheitsverläufe die Folge sein, welche die Lebensqualität und die existenzielle Sicherheit der Betroffenen massiv beeinträchtigen können. Die Behandlung hat nach wissenschaftlichen Standards und durch ausgewiesene Fachleute zu erfolgen. Oft ist auch der Miteinbezug von Bezugspersonen und Partnern hilfreich. Diese leiden oft auch unter der vorhandenen Symptomatik und eigener starker Hilflosigkeit.

Die beste Depressionsbehandlung beinhaltet auch viel körperliche Aktivität und Bewegung in der freien Natur.

Stabilisierungstechniken helfen bei Depressionen

Wir haben für Sie eine Anzahl von bewährten und wirksamen Techniken zusammengestellt, welche in akuten Situationen sehr hilfreich sein können. Diese werden auch als Skills bezeichnet.

© psyaspect – Reto Mischol M Sc / Coaching, Training und Therapie
Chur – Luzern – Zürich