Trauerbegleitung in Trauerprozessen

 

Im Zusammenahng mit depressiven Erkrankungen ist es wichtig auch die Abgrenzung zu Trauerreaktionen zu beachten. Grundsätzlich gehört eine gewisse emotionale Spannbreite zum menschlichen Erlebenskontext. Ohne Freude, Liebe, Enttäuschungen, Leid und Trauer wäre das Leben ein wohl eintöniges Allerlei. Die Fähigkeit zu intensiven und sehr unterschiedlichen Emotionen zeichnet den Menschen als hochentwickeltes und soziales Wesen aus.

Trauer kann aus unterschiedlichen Lebenssituationen oder -phasen entspringen. Verlustmomente sind wohl die häufigsten Auslöser für Trauer und Verzweiflung. Das Loslassen von einer wichtigen Bezugsperson mit der man ein schönes Stück Lebensweg gegangen ist, ist sehr schmerzlich. Dazu gehören Trennungen, Ablösungen und auch Abschiede durch Krankheit, Alter und Tod.

Wenn sich liebende oder einstmal liebende Menschen, aus welchen Gründen auch immer, trennen müssen oder getrennt werden, so entsteht Schmerz, Wut und auch Verzweiflung und Hilflosigkeit gegenüber den aufkommenden und oft überflutenden Gefühlen.

Trauerbegleitung

Wenn Eltern und jugendliche Kinder im ganz natürlichen Entwicklungsverlauf mehr und mehr ihre Rollen verändern müssen und gegenseitige Autonomie mehr Raum verlangt. Wenn die Lebenswege sich diversifizieren und auch geographische Distanz die einstmalige Nähe bedroht und neues Vertrauen in die Kontinuität der Beziehungen gefunden werden muss, dann kann Trauer aufkommen, welche wichtig und natürlich ist. Diese hilft dem Geschehen ihren gebührenden Platz zu geben und hilft Veränderungen auch konstruktiv möglich zu machen, damit eine neue Form der Verbundenheit entstehen kann.

Wenn endgültiger Abschied bewältigt werden muss, der durch Trennung oder Tod in unser Leben kommt. Wenn das Gefühl aufkommt, dass nichts mehr geht, dass die Einsamkeit und Hilflosigkeit einen in der Orientierungslosigkeit versinken lässt, dann sprechen wir von Trauer. Den intensivsten Emotionen auf der Achse von Liebe bis Tod. Der Rückzug in diese Trauer, in die Abgründe der Versuche, dieses unfassbare Ereignis zu bewältigen, Halt zu finden und Linderung in der Not, fordert Menschen oft bis an die Grenze ihrer Belastungfähigkeit. Lässt sie an sich selbst und auch an der Sinnhaftigkeit des Lebens zweifeln.

Auch schwere Erkrankungen fordern uns Menschen auf vielfältige Art und Weise. Es ist schwierig die neue Lebenssituation zu verstehen, einzuordnen und schlussendlich zu akzeptieren. Angst überkommt uns und wir verlieren das Vertrauen in alles bisher Sicherheit gebende.

In all diesen Lebensphasen sprechen wir nicht von Depression, von der pathologischen Dimension von Rückzug und Verzweiflung. Und dennoch können auch natürliche Trauerreaktionen derart überfordern, dass eine Chronifizierung und depressive Erkrankung daraus entstehen kann. Insbesondere nach schwer traumatisierenden Erfahrungen, welche auf den Boden bereits früherer, unbewältigter Schicksalsschläge fallen, können solche Entwicklungen eintreten, die dann auch professionelle Behandlung erfordern.

 

Trauerbegleitung und Psychotherapie

Wir alle verfügen über unterschiedliche Strategien und Ressourcen, um mit solchen Ereignissen umzugehen. Eine psychotherapeutische Unterstützung oder Trauerbegleitung kann dabei entlastend und sehr hilfreich sein, um Abschied zu nehmen und mehr und mehr neues Vertrauen und auch neue Perspektiven aufbauen zu können.

 

psyaspect – Reto Mischol, MSc – Fachpsychologe FSP

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© psyaspect – Reto Mischol M Sc / Coaching, Paartherapie und Psychotherapie
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