Die Verhaltenstherapie in der Psychotherapie bedient sich gerne dieses anschaulichen Modells zur Verhaltensanalyse.
Was bedeutet SORKC?
Das Akronym steht für:
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S – Stimulus (auslösende Situation, Reiz)
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O – Organismus (individuelle biologische, emotionale und kognitive Voraussetzungen)
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R – Reaktion (sichtbares Verhalten, Emotionen, Gedanken)
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K – Kontingenz (Regelmäßigkeit der Konsequenz auf die Reaktion)
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C – Konsequenz (Folgen der Reaktion)
Im SORKC-Modell sind die zentralen Lernmechanismen vereinigt: Während sich S und R auf die klassische Konditionierung (ein Reiz löst ein bestimmtes Verhalten aus) beziehen, umfassen R und C das operante Lernen (positive bzw. negative Konsequenzen steuern ein Verhalten).
Das SORKC-Modell ist ein verhaltenstherapeutisches Schema zur Analyse problematischer Verhaltensmuster. Es beschreibt, wie eine auslösende Situation (S) unter individuellen Voraussetzungen (O) zu einer Reaktion (R) führt und welche Konsequenzen (C) darauf folgen. Die Kontingenz (K) beschreibt dabei, wie regelmässig und unter welchen Bedingungen eine Konsequenz auf eine Reaktion folgt. So lassen sich aufrechterhaltende Muster besser verstehen und gezielt verändern.
Ein Reiz wirkt auf einen Organismus ein, der bei diesem eine emotionale-physiologische Reaktion auslöst. Nachfolgend ergibt sich eine Konsequenz aus der Reaktion (z. B. Erleichterung durch Flucht). Läuft dieser Vorgang häufig ab, verstärkt sich die Reaktion; es wird gelernt, bestimmte Verhaltensweisen bilden sich heraus. Auf diese Weise können unter anderem psychische Krankheiten oder Verhaltensstörungen entstehen oder auch bekämpft werden – bspw. durch ein Einüben anderer Verhaltensweisen oder durch eine Veränderung von Stimuli. Dieser Ansatz wird vor allem in der Verhaltenstherapie verfolgt.




