Die Verhaltenstherapie in der Psychotherapie bedient sich gerne dieses anschaulichen Modells zur Verhaltensanalyse.
Was bedeutet SORCK?
Das Akronym steht für:
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S – Stimulus (auslösende Situation, Reiz)
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O – Organismus (individuelle biologische, emotionale und kognitive Voraussetzungen)
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R – Reaktion (sichtbares Verhalten, Emotionen, Gedanken)
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C – Kontingenz (Regelmäßigkeit der Konsequenz auf die Reaktion)
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K – Konsequenz (Folgen der Reaktion)
Im SORCK-Modell sind die zentralen Lernmechanismen vereinigt: Während sich S und R auf die klassische Konditionierung (ein Reiz löst ein bestimmtes Verhalten aus) beziehen, umfassen R und C das operante Lernen (positive bzw. negative Konsequenzen steuern ein Verhalten).
Ein Reiz wirkt auf einen Organismus ein, der bei diesem eine emotionale-physiologische Reaktion auslöst. Nachfolgend ergibt sich eine Konsequenz aus der Reaktion (z. B. Erleichterung durch Flucht). Läuft dieser Vorgang häufig ab, verstärkt sich die Reaktion; es wird gelernt, bestimmte Verhaltensweisen bilden sich heraus. Auf diese Weise können unter anderem psychische Krankheiten oder Verhaltensstörungen entstehen oder auch bekämpft werden – bspw. durch ein Einüben anderer Verhaltensweisen oder durch eine Veränderung von Stimuli. Dieser Ansatz wird vor allem in der Verhaltenstherapie verfolgt.
Warum ist „SORCK“ richtig und „SORKC“ eher falsch oder veraltet?
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Der Buchstabe „C“ für Kontingenz beschreibt die Beziehung zwischen Reaktion und Konsequenz – also wie regelmäßig und in welchem Zusammenhang eine Konsequenz erfolgt. Diese Komponente wurde später eingefügt, um die Verhaltensanalyse differenzierter zu machen.
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Einige ältere Quellen oder abgewandelte Modelle schreiben auch SORKC – was inhaltlich dasselbe meint, aber nicht der standardisierten Reihenfolge entspricht, wie sie heute z. B. in der Verhaltenstherapie-Ausbildung und in Lehrbüchern (z. B. Kanfer & Schmelzer, 2009) üblich ist.
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In wissenschaftlich und didaktisch aktuellen Kontexten gilt daher SORCK als korrekt.
Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/SORKC-Modell




