Ehrlichkeit und Offenheit in der Psychotherapie – Studie

Offenheit in der Therapie: Wesentliches häufig ungesagt

Obwohl Selbstoffenbarung maßgeblich für den Therapieerfolg ist, sprechen Patienten wichtige Themen häufig nicht an. Auch die Offenheit des Therapeuten kann hilfreich sein.

Unabdingbar für jede Psychotherapie ist es, dass der Klient offen und ehrlich über seine Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Erfahrungen und Probleme spricht. Trotzdem geben die meisten Klienten längst nicht jedes Geheimnis preis. Schätzungsweise zwei Drittel der Klienten, die sich einer Langzeitpsychotherapie unterziehen, lassen etwas Wesentliches ungesagt. „Zu den Themen, die am meisten verschwiegen werden, gehören sexuelle Erfahrungen, Gefühle und Fantasien“, sagt der Psychologe Barry Farber vom Teachers College an der Columbia University, der zusammen mit Kollegen zwei Studien zur Selbstoffenbarung durchgeführt und außerdem einschlägige Literatur ausgewertet hat.

Unangenehm, von negativen Gefühlen zu berichten

Absolut tabuisiert werden vor allem das Thema Selbstbefriedigung und das Interesse an pornographischen Büchern, Zeitschriften, Filmen und Videos. Selten geäußert werden außerdem Fantasien, die sich auf die Sexualität des Therapeuten oder auf Intimitäten zwischen Klient und Therapeut beziehen. Auch Affären, Seitensprünge, Verlust der Jungfräulichkeit, Gewalt, Missbrauch, Vergewaltigung, Einnahme von Drogen und Medikamenten, fantasierte Verbrechen und andere intimste Themen werden verschwiegen. Wider Erwarten sind Geld und finanzielle Angelegenheiten hingegen keine Tabuthemen.
Für das Geheimhalten oder Schweigen ……..
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