Checkliste ‚Schwierige Gespräche‘ und ‚Regeln für eine deeskalative Kommunikation‘

Schwierige Gespräche finden immer wieder statt und meist macht sich im Hinblick darauf bei allen Beteiligten eine Unsicherheit oder Anspannung breit. Die Gedanken kreisen dauernd um mögliche Themen oder auch heikle Aspekte und nur zu oft findet keine strukturierte Vorbereitung statt.

Wenige Anhaltspunkte im Sinne einer Checkliste können dabei sehr hilfreich sein mehr Orientierung bei sich selbst im Hinblick auf das Gesrpäch zu finden.

Grundsätzlich können wir auch verschiedene heikle Gesprächanlässe unterschieden:

  • Das spontane und sich aus der Situation ergebende Gespräch. Hier ist keine strukturierte Vorbereitung mehr möglich und es entscheidet oft die gewählte Strategie wie das Gespräch schlussendlich laufen wird.
  • Das Krisengespräch, welches klar fokussiert auf einen bestimmten Anlass gerichtet ist. Dieser ist meist auch mit einer unangenehmen Komponente besetzt.
  • Das reguläre, periodisch stattfindende Gespräch. Z.B. eine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnengespräch. Dieses kann je nach Situation auch für beide Seiten herausfordernd sein.
  • Das Verhandlungsgespräch bei dem es um unterschiedliche Positionen und Interessen gehen kann. Dabei gilt es auch sich mit seinen Anliegen konstruktiv durchsetzen zu können.
  • etc.

Die folgende Grafik zeigt im Sinne einer Checkliste die wichtigsten zu beachtenden Aspekte auf.

Checkliste Kommunikation und Konflikte

Darüberhinaus ist es von Bedeutung zu wissen, dass Kommunikation nicht nur über Worte stattfindet. Erlauben Sie sich dabei auch kreativ zu sein. Paul Watzlawick hat dies sehr schön formuliert:

  • Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.

Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass wir mit all unserem Erscheinen, unserer Persönlichkeit und unseren Worten ein Gesrpäch beeinflussen und prägen.

Weiter stellte er 5 Grundregeln (pragmatische Axiome) auf, die die menschliche Kommunikation erklären und ihre Paradoxie zeigen:

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren
  2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Link: www.paulwatzlawick.de/axiome.html

Ergänzend zu diesen Ausführungen kann auch die Befolgung der Regeln der ‚Gewalfreien Kommunikation‘ von Marshall B. Rosenberg oder die Gesprächtheorie von Schulz von Thun sehr hilfreich sein.