Konstruktivismus und Realität

Woher wissen wir, was Realität ist?

Diese Frage stellt sich der Schauspieler Christoph Waltz. Ein Psychologieprofessor, ein Astrophysiker und ein Medienwissenschaftler versuchen ihm zu antworten.

»Die Realität ist nur eine Interpretation des Gehirns. Nehmen wir als Beispiel die Farbe Rot. Eigentlich sind es die Hirnzellen, die ein Wirrwarr von Lichtstrahlen so ordnen, dass wir uns orientieren können. Rot ist eine Erfindung des Hirns, das Wellenlängen als Farbe deutet. Diese Funktion ist im Lauf der Evolution entstanden, weil sie schon vor Jahrtausenden nützlich war, etwa damit Menschen im Dschungel Früchte erkennen konnten. Optische Täuschungen beweisen, wie sehr das Gehirn mogelt: In dem Versuch, Ordnung zu schaffen, sehen wir Dinge, die so gar nicht da sind. Der Blick durch ein Mikroskop überzeugt, dass die Welt völlig anders ist, als bloße Augen sie sehen. Wie sehr Realität eine Frage subjektiver Interpretationen ist, zeigen auch Träume und Halluzinationen, die man oft als echt erlebt.«

Nach bestem Wissen und Gewissen

Grosse Worte, blumige Gefühlsäusserungen und grenzenlose Versprechen prägen unsere Botschaften in Liebesbeziehungen. Habe ich dir schon gesagt wie lieb ich dich habe und weisst du, dass ich alles für dich tun würde?

Trotz aller Romantik und emotionaler Hingabe stellt hingegen die Arterhaltung vorwiegend die Grundbasis für das Paarungsverhalten aller Lebewesen dar, dies gilt auch für den Menschen. Wir sind so programmiert, obwohl wir heute mit unseren Idealen und Zielen, mit den Möglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung und Familienplanung meist an ganz andere Dinge denken. Zur gelebten Liebe gehört dementsprechend auch eine gute Portion ‘Beziehungsmarketing’. Dieses betreiben wir bei aller Ehrlichkeit unserer Zuwendung und Liebe auch bewusst zielorientiert. Es liegt uns daran, dass wir in unserem Sinne verstanden werden und so das Weiterbestehen der Beziehung sichern können.
Die menschliche Kommunikation bietet dazu eine riesige Palette von Haltungen und Handlungsmöglichkeiten von selbstlos-aufopfernder Hingabe bis hin zur kalkuliert-hinterhältigen Manipulation des Gegenübers.
In jeder menschlichen Beziehung begegnen sich zwei Lebensgeschichten mit unterschiedlichen Erfahrungen, die zu ebenso unterschiedlichen Konstrukten und Bildern dessen führen was sein soll. Dies ist reizvoll, spannend und gleichzeitig herausfordernd, weil die Frage sich bewusst oder unbewusst stellt – ‚Inwieweit passe ich mich mit meinem Eigenen dem des Anderen an ohne mich selbst zu verlieren und wie kann ich das wertvolle Gemeinsame am besten leben und gedeihen lassen?‘

 

Nach bestem Wissen und Gewissen

Moralisches Handeln nach dem kategorischen Imperativ, welchen Kant postuliert hat, fordert dabei einerseits die Orientierung an möglichst allgemeinen Ansprüchen, wie sie in unserer Gesellschaft gelten. Andererseits habe in diesem Beurteilungsprozess der Mensch auch sich selbst gegenüber verantwortlich zu handeln. D.h. wir sind immer wieder gefordert zu prüfen was uns vernünftig erscheint und zu überdenken was gleichzeitig allgemein akzeptiert ist. Das klingt weit komplizierter als es wirklich ist und gelebt wird, weil wir es tagtäglich tausende von Malen intuitiv tun – spontan und scheinbar unreflektiert. Trotzdem werden wir auch immer wieder vor Situationen gestellt, in denen wir bewusst und unter Befragung unseres Gewissens gefordert sind zu entscheiden, unseren Nächsten und Liebsten gegenüber, aber auch in Bezug auf Fragen in anderen Lebensbereichen wie Beruf und Öffentlichkeit.
Wir erhalten zu diesen Fragen nirgendwo die allgemeingültigen und wegweisenden Antworten und sind dabei auf uns selbst zurückgeworfen. Dementsprechend müssen wir auf dem Hintergrund unserer sozialen Umwelt und unseres Wertesystems für unser Handeln einstehen. Die Reflexion im Rahmen einer Psychotherapie oder Paartherapie kann dabei unterstützend sein.
Wenn wir diese Kultur des Bewusstseins in Bezug auf diese genannten Aspekte und die daraus resultierende Verantwortung uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber verlieren, so verraten wir uns schlussendlich selbst. Oder positiv formuliert, wir dürfen und sollen selbstverantwortlich für uns und für das Gemeinsame entscheiden – und das ist wunderbar.

 

Erschienen als Kolumne in der SO Februar 2016 – ‚Nach bestem Wissen und Gewissen‘

Erziehung – Eine Investition in die Zukunft

Paare sind oft auch Elternpaare und nicht nur mit sich selbst, sondern auch ihren liebsten Kindern beschäftigt. Klein bis mittel- und ganz gross, mit unterschiedlichen Freuden und auch Sorgen. Eltern investieren viel Liebe und Energie in die Entwicklungsbegleitung Ihrer Kinder, sie sind bemüht die Welt möglichst so zu gestalten, dass die vorerst vorsichtigen und dann immer mutigeren Schritte ins Leben gut gelingen können.

 

Ein Lernprozess fürs Leben

Eltern haben den Anspruch, dass diese gemeinsame Arbeit einvernehmlich und harmonisch mit den Heranwachsenden möglich ist. Im Idealfall jedoch finden sich in diesem Prozess auch Reibungsflächen an denen wichtige Kompetenzen für das spätere Leben erlernt werden können. Unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse müssen ausgehandelt werden, Spannungen ausgehalten und Konflikte ausgetragen werden.
Bis hin zur Erfahrung, dass unsere ‚Brut‘ einfach tut und lässt was sie gerade will – offen in Opposition oder auch heimlich im Verborgenen. Dieser Prozess fordert Elternpaaren viel Kraft und auch Anpassungsfähigkeit ab und nicht selten wird die gemeinsame pädagogische Haltung einer ernsthaften Prüfung unterzogen. In Sorge und Hilflosigkeit werden die Handlungen und Interventionen des anderen Elternteils hinterfragt, disqualifiziert und manchmal auch sabotiert. Mit einfachen Aussagen, Bemerkungen oder auch nur mit einem genervten die Augen verdrehen.
Spannungen zwischen den Eltern sind dann vorprogrammiert, denn es geht um das Eingemachte, um das Wertvollste auf der Welt. Nicht selten kommt die Frage auf weshalb dieser grosse Aufwand geleistet wird, ob es alleine und ohne Kinder nicht einfacher und der Lebensgenuss so nicht grösser wäre.

 

Eine lohnende Aufgabe

Wir leben mit unseren Kindern nicht nur ein Geben und Nehmen, wir leben einen Generationenvertrag, der darauf beruht, dass der grosse Einsatz für Familie und die Entwicklung der Kinder von den Grosseltern über die Eltern zu den Kindern und so weiter geleistet wird. Dessen müssen sich Eltern bewusst sein, wenn sie nicht in Zweifel und Verdruss versinken wollen. Insbesondere dann, wenn Kinder und Jugendliche auch Probleme machen, die das übliche Mass überschreiten. Wenn sie Dinge tun, die Ihnen schaden, wenn sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten oder auch wenn sie den Boden unter den Füssen verlieren und den Halt selbst nicht mehr finden. Dann sind Eltern besonders gefordert.
Vergessen wir nicht, was wir unseren Kindern an Zuwendung und Kraft zukommen lassen ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft, deren Früchte wir selbst vielleicht gar nie ernten, sondern nur unsere Kinder oder ihre Kindeskinder geniessen können. Ein wunderbarer Ausblick in die Zukunft unserer Welt.

 

 

Reto Mischol / Erschienen als Kolumne in der Südostschweiz 17.11.2015

Der wahre Blick aufs Leben

Hiobsbotschaften erreichen uns Tag für Tag. Vom Abgasschwindel über den IS, all die möglichen physischen und psychischen Erkrankungen die da auf uns lauern, das schlechte Wetter, die allgegenwärtige Wirtschaftsflaute und der Einbruch in der Tourismusbranche.

Wir selbst wollen als kritisch denkende Menschen das Negative nicht aus den Augen verlieren, wir wollen ‚realistisch‘ sein und ernst genommen werden. Es mutet dabei schon verdächtig an, wenn jemand uneingeschränkt begeistert und motiviert zu was auch immer Stellung nimmt. Es gehört zum guten Ton auch gewisse Grautöne und Defizite anzusprechen – wir wollen ja nicht auf eine Meinung festgenagelt werden.

Das halb leere Glas dominiert unsere Wahrnehmung des Geschehens und zieht uns in seinen Bann. So könnte man wenigstens meinen, wenn man die Berichterstattung und die Bilder betrachtet, welche uns tagtäglich vermittelt werden. Selbst meine eigenen Aussagen hier bestätigen diese Negativkultur des Kritischen – unglaublich!

Rezept fürs Schöne

Kürzlich traf ich zufällig einen alten Bekannten in einer Kaffee-Bar und auf die Frage nach seinem Befinden sagte er strahlend: Solange wir hier sein und einen feinen Kaffee trinken können, geht es uns gut!

In der Psychotherapie versuchen wir dem Positiven und den Ressourcen mehr Raum zu geben, diese sollen wiederentdeckt und aktiviert werden. Gerne verwende ich dazu das ‚Logbuch der Zufriedenheit‘. Die Anleitung dazu ist ganz einfach: Schreibe in dieses Buch für jeden Tag drei Dinge, die dich gefreut haben. Kleine und auch grössere dürfen es sein. Alles was Spass macht, was mit Stolz erfüllt oder ganz einfach das Herz erfreut.

Nicht ganz so einfach ist die konkrete Durchführung dieses Vorhabens, welche etwas Offenheit sich selbst und der Welt gegenüber und auch Beharrlichkeit erfordert. Regelmässig ertappt man sich dabei wieder in die Abgründe des Dramatischen zu driften und eine innere Stimme meldet sich mit Worten wie: „So gut ist dies oder das nun auch wieder nicht“ oder „Dieses krampfhaft positive Denken ist ja schon fast kitschig!“

Man kann diese Übung natürlich auch ganz im Geheimen machen, ohne sich als Gutdenker zu offenbaren und Gefahr zu laufen, dass man vielleicht belächelt wird. Sich ganz im Stillen, alleine oder zu zweit, überall das Schöne freuen und erleben wie das wirkt. Dankbar erfahren, dass es so tolle Momente im Leben gibt!

Auf dem ‚Beipackzettel‘ steht: Vorsicht, kann Ihr Leben verändern und Sie dürfen dieses Geheimnis auch weiter erzählen!

Erschienen als Kolumne in der SO Oktber 2015

Das Fremde zwischen Faszination und Angst

Das Fremde fordert Engagement und die Bereitschaft zu verstehen

Die Neugier und Lust auf Neues, Herausforderndes steckt in uns und beflügelt uns. Diese Kraft über Grenzen zu denken ist verantwortlich für alle Errungenschaften unserer Kultur. Neues entsteht, wenn wir es wagen die Sphäre hinter dem Naheliegenden zu erkunden. Die Weltgeschichte der Innovation hält für uns dabei viele Beweise bereit. Von den grossen Entdeckungen über die Welt des künstlerischen Schaffens, bis hin zu den uns Sicherheit und Gesundheit gebenden Erkenntnissen von Wissenschaft und Medizin.

 

Wir leben und entwickeln uns durch die Fähigkeit des offenen Denkens und Handelns.

Gleichzeitig treiben uns Sorgen und Ängste um, die uns mahnen vorsichtig zu sein und gut dafür zu schauen, dass wir es mit unserer Neugier nicht zu bunt treiben. Die psychologische Forschung lehrt uns, dass der Mensch nur zu Sicherheit und Lebenszufriedenheit findet, wenn er auch Situationen eingeht in denen er neue Erfahrungen machen kann. Indem wir die Erfahrung machen können – ich schaffe das! Dies beinhaltet im Alltagsleben, aber auch in der Psychotherapie, nicht selten die Bereitschaft, sich seinen grossen Ängsten zu stellen.

Wir wissen, dass wir dem begegnen müssen was sich uns in den Weg stellt, ob wir wollen oder nicht. Sei dies gegenüber uns selbst, in Bezug auf unser unmittelbares soziales Umfeld oder auch im Hinblick auf gesellschaftliche Gegebenheiten. Sonst versinken wir leicht in Selbstzweifel und Trübsal, ziehen uns zurück und hadern mit der Welt.

Menschen sind in dieser Zeit auf der Flucht vor realen Bedrohungen, die sich in ihrer Dimension unserer Erfahrung und Vorstellungskraft völlig entziehen. Wir können bestimmt auch für uns selbst Neues gewinnen, wenn wir uns darauf einlassen, dass Menschen unsere Hilfe und die Sicherheit unserer Welt suchen.

Vielleicht gelingt es uns sogar einiges von dem Fremden in unser Leben zu integrieren. Ich denke auch, dass wir durch uneigennütziges Tun zudem viel Selbstachtung und innere Ruhe gewinnen können.

Schlussendlich werden wir an der Art und Weise wie wir miteinander umgehen gemessen – wir tun gut daran bewusst zu wählen.

 

Mit einem Hinweis auf den ‚Kongress Migration‘, der vom 2.-7. Mai 2016 in Essaouira Marokko stattfindet.Dromedar Marokko

 

‚Das Fremde zwischen Faszination und Angst‘ ist erschienen in der SO September 2015

Liebe im der Zeitalter der Ökonomisierung

Warum lieben wir uns überhaupt noch kostenlos in dieser durchoptimierten Welt? Oder quantifizieren wir in der innersten Zelle unseres Lebens bereits heute den Wert von Geben und Nehmen?

 

Menschen sind soziale Wesen und haben sich schon immer zu Lebensgemeinschaften zusammengeschlossen, um ihre existentielle Zukunft zu sichern. Wir haben es geschafft dies mehr und mehr zu perfektionieren und uns dadurch die Poleposition auf dieser Welt gesichert. Eine tolle Leistung im Kontext der Gesamtevolution.
Uns geht es zweifellos gut und doch stellt sich manchmal die Frage wo sinnvolle Grenzen in dieser Kosten-Nutzen-Rechnung gezogen werden könnten. Selbst Freiwilligenarbeit wird zum volkswirtschaftlichen Faktor erklärt und Elternschaft zum Teil des Bruttosozialproduktes. Wir treffen uns nicht mehr zu einem Kaffee, sondern wir Netzwerken.
Wir tun gut daran, wenn wir den Beziehungen zu uns nahe stehenden Menschen Sorge tragen, damit zweckorientiertes Denken uns nicht voneinander entfremdet und wir uns selbst schlussendlich ohne es zu bemerken zu einem Produkt unser Lebensgestaltung degradieren.
Wir brauchen eine Kultur der Zuwendung und des selbstlosen Gebens, um den Blick für einander und die wahren Werte unseres Seins nicht zu verlieren.
Paare, denen der Zugang zueinander verloren geht, suchen oft nach der gegenseitigen Erfüllung der verborgenen Träume und dem grossen Schlüssel des Verbindenden. Dabei wird oft vergessen, dass die Pflege der Beziehung zuerst in den kleinen Zeichen der alltäglichen Wertschätzung beginnt. Ein Lächeln, ein nettes Wort, eine Hilfestellung, ein flüchtiges Kompliment, wieder einmal etwas Verrücktes tun oder einfach nur die Aufmerksamkeit gemeinsamer Zeit. Alles scheinbare Selbstverständlichkeiten in der wunderbaren Kunst des Zusammenlebens. Lustvolles auf einander Zugehen erfordert aktives Handeln und die Bereitschaft dem Anderen Einfluss auf die eigene Gefühlswelt zu erlauben. Wohl ein Wagnis, das sich jedoch lohnt, wenn wir uns ein erfüllendes Miteinander wünschen.
Denn es geht schlussendlich immer um Liebe und das faszinierende Gefühl von bedingungsloser Zugehörigkeit und Hingabe.

 

Erschienen in der ‚Südostschweiz‘ August 2015

Vertrauen

Vertrauen, Täuschen und Schwindeln

 

Unsere Ansprüche an Offenheit und Ehrlichkeit in direkten zwischenmenschlichen Kontakten und ebenso in der wirtschaftlich-politischen Kommunikation sind sehr hoch. Gleichzeitig wissen wir auch, dass Daten und Fakten interpretier- und biegbar sind und dies auch eine wichtige Strategie im öffentlichen Diskurs darstellt. Wenn wir uns selbst und unsere Produkte an den Mann, die Frau bringen wollen, so  bedienen wir uns frisch fröhlich aller Möglichkeiten, die uns erfolgreich und attraktiv erscheinen lassen.

 

Die Fragen, die sich uns dabei stellen lauten: Wieviel ‚Kreativität‘ im Umgang mit der Wahrheit verträgt sich mit einer nachhaltigen Zielorientierung? Und wann wird diese Gratwanderung unweigerlich zu einem Eigentor,  welches die eigene Glaubwürdigkeit auf lange Sicht demontiert?

 

Im Zeitalter der Massenmedien haben wir gelernt die uns vorgesetzten Informationen abzuwiegen und ebenso zu relativieren. Wir sind kritische Zeitgenossen.

 

Vertrauen und Verlässlichkeit

In persönlichen Beziehungen jedoch spielen Vertrauen und Verlässlichkeit eine entscheidende Bedeutung – worauf können wir uns also verlassen? Aktuelle Studien aus dem forensischen Bereich, die sich aus Gründen der Wahrheitsfindung mit dem Thema Lügen befassen, zeigen diesbezüglich ein sehr ernüchterndes Bild auf.  Wirkliche Anzeichen, die in der Kommunikation auf Unehrlichkeit schliessen lassen, finden sich kaum. Wenn, dann nur unter sehr individueller Betrachtung.

 

Wir sind darauf angewiesen, uns auf unsere Mitmenschen verlassen zu können und ihnen vertrauen zu können. Doch was bedeutet das unter der Prämisse, dass menschliche Kommunikation an sich interpretierbar ist und Enttäuschungen und Grenzverletzungen immer wieder vorkommen können? Wir müssen lernen damit umgehen zu können, dass es die totale Sicherheit in Beziehungen nicht gibt. Dass wir um den Preis unserer Verletzbarkeit Situationen eingehen, die uns vorerst Nähe und Wohlgefühl versprechen. In der Liebe und Zuneigung zu Menschen ist dies sehr deutlich der Fall. Wir wissen, dass das Schönste der Welt direkt mit tiefstem Leiden gekoppelt sein kann, das Menschen erleben können. Das ist dann der Fall, wenn das Vertrauen und die Nähe in eine uns wichtige Person nicht mehr selbstverständlich sind. Gut, dass wir uns trotz alledem lustvoll auf das Wagnis Leben einlassen und seine wunderbaren Geschenke und auch Herausforderungen annehmen.

 

Erschienen in der Südostschweiz Juli 2015

Zukunft der Welt – Kofi Annan

Gedanken zur Zukunft der Welt

In seinem Videobeitrag spricht Kofi Annan, zwischen 1997 und 2006 Generalsekretär der Vereinten Nationen, über seine Gedanken und Forderungen für eine bessere Zukunft der Welt.

Kofi Annan, shares his vision for a more equitable and peaceful world.

 

„Die Stiftung Kofi Annan Foundation hat zum Ziel, die Global Governance zu fördern und die Kapazitäten von Menschen und Ländern in ihrem Einsatz für eine sicherere und gerechtere Welt zu stärken. Um die Mission der Stiftung zu erfüllen, wurden in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Frieden und Sicherheit Programme entwickelt und Partnerschaften aufgebaut.“

Quelle: Kofi Annan Foundation website